Jahrgang 2006

Der extreme Jahrgang: 2006

Rekordschnee im März und ein völlig verregneter Mai führten zu einem späten Austrieb der Reben. Dies minimierte aber gleichzeitig die Gefahr von späten Frostschäden. Der Blühet im Juni verlief dafür optimal und die Trauben zeigen sich jetzt dank fast hundertprozentiger Befruchtung sehr kompakt. Die Nässe des Monats Mai half den Pflanzen, die Juli-Hitze unbeschadet zu überstehen. Messungen im Aargau zeigten an 26 Tagen im Juli Temperaturen von über 30 Grad. Von ganz anderer Seite zeigte sich der August: In unserer Region fiel dreimal so viel Regen wie Durchschnitt. Die Pflanzen erholten sich aber nach der Juli-Trockenheit, entwickelten neues Laub und die Traubenreife setzte sich fort. Die zwei schönen ersten Septemberwochen mit warmen Tagen, kühlen Nächten und wenig Morgennebel waren genau das, was das Winzerherz begehrt: Die Säure in den Trauben baut sich ab, dafür bilden sich Extrakt und Farbstoffe. Leider gab’s in der zweiten Septemberhälfte nochmals zum Teil massive Niederschläge und die Fäulnis setzte den Trauben langsam zu. Am 6. Oktober konnte  am Staufberg bei bestem Wetter gelesen werden.

Die RGS lieferte folgende Erträge ab:

Regent: 421 kg mit 77° Oechsle
Marechal Foch: 61 kg mit 83° Oechsle
Léon Millot: 61 kg mit 91° Oechsle

Total Trauben: 543 kg mit 79° Oechsle

Verfasser: Peter Stutz