Rebsorten

 

Mögliche Traubensorten sind die roten Regent, Léon Millot, Maréchal Foch und die weissen Seyval blanc und Bianca. Dies sind alles interspezifische Sorten oder Hybriden: Kreuzungen zwischen klassischen europäischen Vitis-vinifera-Sorten und ursprünglich wilden amerikanischen Vitis-labrusca-Arten. Sie zeichnen sich vor allem durch ihre Resistenz gegen Pilzkrankheiten aus und müssen nur wenig, in Problemjahren etwas mehr gespritzt werden.

Im April 2000 wurden auf einer Fläche von 4 Aren Regent-Rebstöcke gepflanzt. Der Regent ist eine Neuzüchtung der Bundesforschungsanstalt Geilweilerhof (D), hervorgegangen aus der Kreuzung Diana (selbst eine Züchtung von Sylvaner x Müller-Thurgau) und der Chambourcin, einer französischen Sorte. Die lockeren Trauben werden gerne von Wespen heimgesucht. Magnesiummangel-Symptome, die sich über die halbe Laubwandhöhe ausdehnen können, verschwinden etwa nach dem 5. Standjahr. Beim Falschen Mehltau kann beim Regent lediglich von einer Teilresistenz gesprochen werden. Es ist ratsam, ein bis drei Fungizidbehandlungen vorzunehmen. Vor allem ist aber den mehltaumindernden Pflegemassnahmen volle Aufmerksamkeit zu schenken. Die Resistenz gegen den echten Mehltau ist in den meisten Fällen genügend, und auch die Botrytisresistenz der Trauben ist hoch. Der Regent ist in der Regel frühreif (Mitte bis Ende September) und von mittelstarkem bis starkem Wuchs. Je nach Kelterungsart ist der Wein rot bis tiefrot mit Violettnote, zeigt sich im Gaumen kräftig mit einem samtigen Gerbstoff (der bei längerer Maischestandzeit noch betont wird) und ist auch für den Barrique-Ausbau geeignet.

Versuchsweise wurden auch noch einige Rebstöcke der Sorten Maréchal Foch und Léon Millot gepflanzt. Der Léon Millot ist eine frühreife Sorte mit eher starkem Wuchs und mittelgrossen bis kleinen, dichten Trauben mit sehr kleinen Beeren. Der Wein wirkt samtig elegant bis kräftig mit weichem Gerbstoff. Bei hohem Reifegrad durchgegoren, scheint er die besten Resultate zu bringen. Er entwickelt dann eine ausgesprochen gute Struktur mit einer etwas rauchigen Note.Versuchsweise wurden auch noch einige Rebstöcke der Sorten Maréchal Foch und Léon Millot gepflanzt. Der Léon Millot ist eine frühreife Sorte mit eher starkem Wuchs und mittelgrossen bis kleinen, dichten Trauben mit sehr kleinen Beeren. Der Wein wirkt samtig elegant bis kräftig mit weichem Gerbstoff. Bei hohem Reifegrad durchgegoren, scheint er die besten Resultate zu bringen. Er entwickelt dann eine ausgesprochen gute Struktur mit einer etwas rauchigen Note.

Die sehr wuchsstarke Sorte Maréchal Foch reift früh bis mittelfrüh und hat mittelgrosse Trauben mit kleinen Beeren. Je nach Reifegrad und Art der Vinifikation entstehen Weine mit dem Charakter eines kräftigen Pinot Noir oder eines südländischen Weines und entwickelt zuweilen eine etwas grasige Note. Er ist geeignet für Assemblagen, etwa mit Léon Millot und auch der Ausbau in Barriques ist möglich.

Verfasser: Peter Stutz